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Do 28 A-1 nach 48 Jahren wieder 'zu Hause'.


Das einstige Dienstflugzeug vom ehemaligen Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß wurde am 13. Juli 2009 von Damme nach Friedrichshafen geflogen und wird dort im neuen Dorniermuseum seine Heimat finden. 

 

Das Flugzeug erhielt bei der Indienststellung in der Flugbereitschaft BMVg im Jahr 1961 das offizielle Kennzeichen CA+41 und die Hoheitszeichen der deutschen Luftwaffe. Es wurde als Dienstflugzeug vom damaligen Verteigungsminister, Herrn Franz-Josef Strauß persönlich geflogen. Ausgemustert aus dem Dienst bei der Flugbereitschaft wurde das Flugzeug am 14.08.1969.

 

 

 

(Foto F.-J. Strauß in einer Do 28 bei einer Besichtigung der Dornier-Werke)

Nach einigen Besitzwechseln fand die Do 28 A-1 unter dem heutigen Kennzeichen D-ILPB Ihre vorletzte Heimat in Damme (EDWC). Durch ein Verkaufsangebot wurde Herr Silvius Dornier auf das Flugzeug aufmerksam und hat nach erster Besichtigung 2006 die Entscheidung zum Ankauf und zur Restaurierung sowie die Überführung in das im Bau befindliche Dornier Museum in Friedrichshafen getroffen.

In einem Zeitraum von über 2 Jahren wurde das Flugzeug umfassend von Firma Flugzeugreparatur Damme GmbH restauriert und für den Flug nach Friedrichshafen vorbereitet. Neben der Instandsetzung und Überholung der Technik und Avionik zur Erlangung der Lufttüchtigkeit wurde auch eine komplette Lackierung des Flugzeuges im ursprünglichen Design einschließlich der Kennung und Hoheitszeichen durchgeführt.

Pünktlich zur Eröffnung des Dornier Museums wurde das Flugzeug, dass inzwischen einen Versicherungswert von 500.000 Euro hat, am 13. Juli 2009 von dem Piloten Helmut Erdmann und Copiloten Alfred Feseck von Damme nach Friedrichshafen geflogen. Es kann dort im neuen Dornier Museum besichtigt werden.

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Einige Daten und Fakten:

Aus der einmotorigen Do 27 wurde Ende der 1950er-Jahre die zweimotorige Variante Do 28 entwickelt. Bei der als freitragender Hochdecker ausgelegten Do 28 wurde die Tragfläche und die Auftriebhilfen der Do 27, zusammen mit dem hinteren Rumpfteil, der Kabine für sechs Personen, sowie die Steuerflächen übernommen. Die beiden Lycoming-Motoren sowie die beiden Federbeine des stromlinienverkleideten Hauptfahrwerkes wurden an einem Unterflügel angebracht. Wie schon die Do 27 zeichnete sich die Do 28 durch eine hohe Reisegeschwindigkeit, ausgezeichnete Langsamflugeigenschaften, sowie sehr kurze Start- und Landestrecken von unbefestigten Plätzen aus. Der Erstflug der Do 28 A mit zwei 255 PS starken Lycoming-Motoren Typ 0-540 und Zweiblatt-Luftschrauben fand am 20. März 1960 in Oberpfaffenhofen statt.

  

Technische Daten:

Hersteller: Dornier, Oberpfaffenhofen der Do 28 A1
Triebwerk:
2 x Sechszylinder Boxermotoren Avco Lycoming IO-540-A1A
Leistung: je 255 PS

Länge: 9,18 m
Höhe: 2,80 m
Spannweite: 13,80 m
Leergewicht: 1725 kg
Max. Abfluggewicht: 2670 kg
Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h
Reisegeschwindigkeit: 240 km/h
Dienstgipfelhöhe: 5900 m
Reichweite: 1235 km
Besatzung: 2 + 4 Passagiere
Erstflug: 20.03.1960